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Altona93.de: Am 20.9. stimmte eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit einer 3/4-Mehrheit den Verkaufsplänen des Vorstandes für die Adolf-Jäger-Kampfbahn zu. Ist Ihnen die wahrscheinliche Aufgabe des Traditionsgeländes leicht gefallen Herr Barthel?
Dirk Barthel (1. Vorsitzender des AFC): Nein, natürlich nicht. Auch ich hänge an der Anlage. Sonst hätten wir nicht in den letzten Jahren immer wieder geflickt und immer wieder mit viel Aufwand versucht, Fußball an der Griegstraße möglich zu machen. Aber schließlich waren alle Alternativansätze unbefriedigend.
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Muss der Club nun gleich die Adolf-Jäger-Kampfbahn verlassen?
Nein, das ist ein wichtiger Inhalt des Vertrages: wir haben bis zum Jahre 2030 Zeit eine alternative Lösung zu finden. Aber natürlich wollen wir, dass dies schneller geht. Einige Jahre werden aber schon noch ins Land gehen, bis der Umzug erfolgt.
Geht es bei dieser Lösung vor allem um den Oberliga-Fußball?
Nein, es geht uns vordringlich um ein neues Zentrum des Vereinslebens. Wir wollen mit dem neuen Stadion, Trainingsplätze, eine Vierfeldhalle und eine neue Gastronomie schaffen, die den meisten Vereinsmitgliedern eine bessere Zukunft bei Altona 93 sichert. Von unseren fast 1200 Mitgliedern sind 700 jugendlich. Wir haben alleine 36 Fußball-Jugendmannschaften. Die derzeitige Training- und Spielsituation ist unhaltbar und würde durch eine neue Lösung spürbar verbessert werden.
Der Liga-Fußball liegt Ihnen am Herzen. Welche Verbesserungen sind für diesen Bereich zu erwarten?
Ein neues Stadion ist natürlich immer eine Verbesserung. Wichtig ist, dass wir vernünftige Bedingungen für Spiel und Training, in welcher Liga auch immer, bieten können. Natürlich streben wir immer an, in der höchsten sportlich erreichbaren Liga zu spielen und dafür die materiellen Voraussetzungen zu schaffen. Ein Neubau würde uns schon sehr viel helfen.
Durch die Presse gingen schon einige neue Standorte, die für Altona 93 in Frage kämen?
Tatsache ist, dass von uns noch über keinen der dort genannten Standorte verhandelt wurde. Als ich gefragt wurde, ob ich mur u.a. das Gelände der jetzigen Trabrennbahn Bahrenfeld, die von der Politik ins Gespräch gebracht wurde, als neues Gelände vorstellen könnte, hab ich dies bejaht. Aber dies bedeutet natürlich nicht, dass wir die jetzigen Nutzer verdrängen wollen. Darüber kann man natürlich nur ernsthaft reden, wenn die Traber wirklich nach Horn gegangen sind, was wohl 2009 passieren soll. Es kommen aber natürlich noch andere Standorte in Frage, die wir jetzt nicht zerreden wollen.
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